Italien 2024 / Regie: Ferzan Özpetek / 135 min / Stefano Accorsi, Luca Barbarossa, Sara Bosi, Loredana Cannata, Geppi Cucciari, Anna Ferzetti, Aurora Giovinazzo u.a. / ital. Original mit deutschen Untertiteln.
1974 stehen die Schwestern Alberta und Gabriella vor einer großen Aufgabe: Binnen kürzester Zeit sollen sie mit den Mitarbeiterinnen ihrer römischen Schneiderei die Kostüme für ein filmisches Großprojekt nähen, das im 18. Jahrhundert spielt. Das Projekt gerät zur Bühne – zeigt auf der einen Seite, wie eingespielt die Gemeinschaft der Schneiderinnen ist, und offenbart auf der anderen, wie jede Einzelne von ihnen mit ihren eigenen Sorgen und Nöten zu kämpfen hat.
Mit großer Sorgfalt und Fachkenntnis inszeniert Özpetek nicht nur – wie es heißt – seine Lieblingsschauspielerinnen, sondern auch das Schneiderhandwerk selbst, mit genauem Blick für Materialität, Maschinen und darauf, was Kleidung aus Menschen zu machen vermag.
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Als die Filmtage des Mittelmeeres 1986 in noch recht bescheidenem Umfang und mit Unterstützung aus Montpellier aus der Taufe gehoben wurden, war natürlich noch nicht abzusehen, welch bedeutende Rolle sie heute, 40 Jahre später, für das Montpellier-Haus und das Karlstorkino spielen - zumal das Karlstorkino zu diesem Zeitpunkt selbst noch beinahe zehn Jahre brauchte, um sich zu gründen! Seitdem wurden gemeinsam unzählige Filme gezeigt, Regisseure aus dem gesamten Mittelmeerraum an den Neckar eingeladen, zusammen gelacht, getanzt, diskutiert und geweint.
Diese 40 Jahre wollen also gebührend gefeiert werden und das tun wir mit unserem Jubiläumsprogramm! Ganze 17 Tage lang, fünf Tage länger als üblich, führt uns, mitten im Heidelberger Winter, unsere Reise in den Süden und ans Mittelmeer. In die Gegenwart mit zahlreichen aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen, darunter viele aufregende Debüts junger Regisseur*innen, in neue Werke alter Hasen und Bekannter, und schließlich in die Vergangenheit mit einer kleinen Retrospektive, die einen Streifzug durch die letzten vier Jahrzehnte unserer Filmtage unternimmt. Einen kleinen Schwerpunkt bilden dabei dieses Jahr Filme aus Spanien und Italien und wir haben sogar ein paar leichtere Filme im Gepäck - zwischen den ernsten und eindringlichen Themen darf also gerne herzhaft gelacht werden.